Über die Graphologie

Die Graphologie, seit dem 17 Jahrhundert als diagnostisches Verfahren zur Erkenntnis des Charakters beziehungsweise der Persönlichkeit bekannt, hat sich in den folgenden Jahrhunderten immer mehr verfeinert. Sie nahm zu Anfang des 20. Jahrhunderts teil an den Fortschritten in Psychologie und Medizin. Seitdem wird sie auch als Schriftpsychologie benannt. Heute sind ihre Anwendungsbereiche die Charakterbeschreibung, die Analyse der Persönlichkeit und darauf beruhend die verschiedenen Beratungen in Betrieben und der Erziehung. Daneben hat sich die Aufgabe juristischer Untersuchungen als forensische Graphologie und eigenständige Fachrichtung bewährt. In diesen wird die Echtheit handschriftlicher Dokumente (Unterschriften) untersucht.

Hinweis: Falls Sie einen Schriftenvergleich wünschen, suchen Sie bitte nach einer/m Schriftsachverständigen.

Möglichkeiten der graphologischen Ausbildung bieten neben diversen Instituten die Graphologischen Berufsverbände, die in gewissenhafter Lehre und Prüfung versierten Graphologinnen und Graphologen die Fundamente zur Arbeit in der Öffentlichkeit legen. Um eine solide Ausbildung zu gewährleisten, sieht die Prüfungsbestimmung der DGV ein mehrjähriges Studium mit einer größeren Anzahl von graphologischen Gutachten vor. Gewissenhaftigkeit und Verantwortungsbewusstsein sind erhebliche Voraussetzungen für die erfolgreiche Berufsausübung. Um als Schriftpsychologen tätig sein zu können, sollten Studierende der Graphologie ein psychologisches Hauptstudium absolvieren.